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Donnerstag, 7. März 2013

Portraitfotografie auf Abwegen

Um seine Kamera und die damit geschossenen Fotos besser zu verstehen und besser einzuschätzen, darf man (manchmal muss man), alle Regeln über Bord werfen. Am Rande des Machbaren entdeckt man dann etwas, was einem gefällt.
Portraits ohne Hochglanz, weit weg von plakativer Bildsprache. Bilder ohne Glamour, Bilder ohne Oberfläche, keine Youtube Compilation, sondern ein echtes, am Ende vielleicht gutes Buch.






-unterbelichtet
-unscharf
-verrauscht
-kontrastarm

(je eine Belichtung, keine digitale Montage, nur Kontrast und Farbeinstellungen, Ausschnitte frei gesetzt)

Genau richtig für mich. Was denkst du?

Dienstag, 30. Oktober 2012

Das wichtigste Fotozubehör ist...

ganz klar: die Person hinter der Kamera. Doch bis die geheimen chinesischen AIRPs (Artificial Intelligence Robot Photographer) den Markt überschwemmen, beschränke ich mich auf traditionelles Equipment, haltbares Material ohne Stromversorgung und Mhz. In diesem Sinne: Steht dein Bild schon oder wackelt es noch? Ein Stativ macht dir das Fotografieren leichter und sollte vor allen anderen Gimmicks die Fotoausrüstung erweitern. Zugegeben, manchmal passt es nicht - nicht ins Gepäck, nicht ins Budget, nicht zwischen die Menschenmassen... Doch wenn es passt, wird man mit bestem Bildmaterial belohnt. Fast unmögliche Nachtaufnahmen bei finsterem Himmel, Lichtspuren in der City, Märchenkitsch am Wasserfall und das Gruppenbild auf dem du auch zu sehen bist werden möglich. Die Anfänge der Fotografie waren ohne Stativ nicht denkbar. Aufnahmematerial mit geringer Lichtempfindlichkeit, lichtschwache Linsen und langsame Verschlüsse erzwangen Aufnahmen mit gut fixierten Kameras. Trotz dieser ungünstigen Bedingungen entstanden einige herausragende Fotografien. Grobe Holzgehäuse mit massiven Stativen waren an der Tagesordnung. Dagegen sind heute komplette Fotoausrüstungen regelrechte Fliegengewichte. Dank langer Entwicklung der Kameraberuhiger kannst du nun wählen: extraleichtes Carbon, Eschenholz für's Auge, praktisches Aluminium, Bohnensack, Saugnapf, Tischklemme. Es gibt eine Menge von Konzepten. Für fast jeden denkbaren Anwendungsfall existiert bereits eine Stück Hardware. Speziallösungen schraubt man sich selbst zusammen. Gelobt sei das Internet - hier findest du bestimmt eine Bauanleitung für deinen Anwendungsfall. Meine geschundenen Begleiter aus dem Hause Manfrotto sind ein 055Pro (Dreibein Universalstativ) und ein 681B Monopod. Letzteres ist meine erste Wahl bei der Konzertfotografie. Nebenbei kann man damit auch hervorragend Betrunkene stützen oder abwehren - je nach Bedarf. Wu Shu für Fotografen! Das 681B ist, hier klar erkennbar, ein magisches Werkzeug!

Aus der Bastelkiste: DIY Nodalpunktadapter für alles, was sauber aus mehreren Einzelfotos montiert werden muss (z.B. Großformate und virtuelle Panoramen). Materialkosten ca. 30€

Auch heute ist ein Stativ der einfachste Schritt zu besserer Bildqualität, denn "lange Belichtungszeiten" fangen nicht erst bei 1/50s an. Für die nächste verwackelte Aufnahme gibt es keine Entschuldigung mehr! Erdbeben vielleicht ...

Montag, 16. Januar 2012

Wintergrüße: Beauty Fotografie im Herbst ?

Mein erster Beitrag im Jahr, vielleicht etwas spät. Doch nicht zu spät für herzliche Grüße. Lasst es euch gut im jungen Jahr 2012 ergehen!
Im vergangenen Jahr konnte ich hier Hagebutten im Schnee vorzeigen. Daraus wird in diesem Winter nichts. Alles ist grau und nass. Was liegt da näher, als ein Griff in mein Fotoarchiv. Nach einer turbulenten Phase im November/Dezember habe ich nun die Zeit etwas Material aus dem Herbst zu präsentieren. In Faule Fotografen arbeiten länger hatte ich es angekündigt. Ein Fotoshooting im Oktober, ganz nach meinem Geschmack, eine freie Arbeit, ausgezeichnete Location direkt vor meiner Haustür (ja die Gegend um Lüneburg hat für Fotografen einiges zu bieten). Aufwändige Fotografie funktioniert natürlich nur mit einem guten Team. Die Crew bestand aus den beiden zauberhaften Schauspielschülerinnen Christine Gerstenberger und Lynne Eichhorst, der Stylistin Constanze Günther (www.be-fa-sh.de) und mir.
Hier im Ort gibt es einige historische Gebäude, die aus dem richtigen Winkel fotografiert kaum Spuren der Moderne preisgeben. Ideal für atmosphährische Bilder. Zwei Wochen Vorbereitung, ein paar Stunden Make-up und einige Stunden Shooting haben sich gelohnt. Im Einsatz waren wieder die Richter Studioblitze Star 250 und Star 500 zusammen mit einer Ladung Strom aus dem Tronix Explorer. Ich bin sehr glücklich mit den Ergebnissen und möchte mich noch einmal bei unserer kleinen Crew bedanken.
Hier nun die Fotos:


Fotograf Lüneburg





Models: Lynne Eichhorst, Christine Gerstenberger
Styling: Constanze Günther
Fotograf: Gunnar Lexow-Jörß

Freitag, 23. September 2011

Faule Fotografen arbeiten länger!

Um meine Fotos in Zukunft schneller an den Kunden zu bringen, probiere ich auf meiner neuen Website so ein Shopdingens aus. Das Konzept der Website habe ich gleich so angelegt, dass ich den Shop problemlos integrieren kann. Und jawoll, der erste Auftrag ist in die Shopgalerie hochgeladen und wartet auf Bestellungen. Also Leute fleißig Fotos in den Warenkorb legen! Eine Galerie mit freien Arbeiten ist in Vorbereitung.
Meiner neuen Fotografen-Website fehlt leider noch das Herzstück. Die Zusammenstellung der Fotografien für das Portfolio gestaltet sich schwierig. Zuviel altes Bildmaterial möchte ich nicht benutzen, auch wenn ich mir viele der Fotos heute noch gern ansehe. Es rächt sich nun, dass ich mir das Einverständnis von Portrait-Kunden nur selten sofort geben lasse. Das muss also besser werden. Ja ich gelobe es, ich werde mich besser organisieren. Jeder, der in Hobby oder Beruf Personenfotografie betreibt, darf sich das zu Herzen nehmen. Ihr müsst dann auch nicht, wie ich, abends länger arbeiten, um ein Model-Release von Kunden zu ergattern, die ihr vor Ewigkeiten fotografiert habt und jetzt mit Dingen belästigt, die ihr schon längst hättet erledigen können. Satzende und Luftholen! Step by Step sammle ich das Material und werde in Kürze das Portfolio mit Mustern gefüllt haben. Aktuell ist auch spezielles Shooting in Planung. Mehr Geheimnisse verrate ich nicht. Nur eine Vorschau auf die Location habe ich mitgebracht.

Donnerstag, 1. September 2011

Outdoor-Fotografie in der Lüneburger Heide

Manche Dinge müssen einfach klappen! Dieser Fotojob gehörte wohl auch dazu. Vor Weihnachten bekomme ich einen Anruf. Eine junge Frau möchte ein Fotoshooting für die Familie zusammen mit ein paar Bildern verschenken. Super! Genau mein Ding. Wann wollen wir fotografieren? Wir einigen uns auf einen Termin im Frühjahr. Gut, das ist nicht optimal aber kommt häufig vor. Ich hatte ein sehr nettes Telefongespräch und bin guter Dinge. Mal sehen, was daraus wird. Im Frühjahr telefonieren wir und besprechen erste Details. Nur mit dem Fototermin will es nicht recht funktionieren. Am Ende wird es August im regenreichsten Sommer seit ich denken kann. Das Wetter spielt verrückt und ich bange um den Termin. Einen Tag vorher ist wettertechnisch noch alles möglich. Am Fototag packe ich mißtrauisch Kamera, Blitze und Stative während die Sonne ohne Pause scheint. Bis ich an unserem Treffpunkt in der Lüneburger Heide ankomme, werde ich im Auto weiter gebrutzelt. Und dann läuft es irgendwie. Vor meinen Augen und meiner Kamera spielt sich ein kleines, entspanntes Chaos ab. Ich führe ein wenig Regie, nicht zuviel. Die Stimmung gefällt mir, da halte ich mich einfach etwas zurück. Das Licht wird zum Ende des Shootings zu meiner Freude noch besser. Zum Aufhellen habe ich einen Richter Studioblitz mit kleiner Softbox am Tronix Explorer Akkupack. Diese Kombination verrichtet klaglos ihren Dienst und hilft mir bei dem intensiven Sonnenlicht nicht die Balance zu verlieren. Am Ende haben wir tolle Fotos und der Nachmittag hat richtig Spaß gemacht. Vielen Dank für dieses Erlebnis!

Wozu ein Fisheye Objektiv gut sein kann
Diskussion unter Geschwistern